Über Schundlader

Der Schundlader sorgt dafür, dass mit dem Schund kein Schindluder getrieben wird. Der Schund muss in der Schundgrube landen.

Guttenberg go castle!

Karl-Theodor zu Guttenberg will kein Dr. mehr sein. Trotzdem muss ich nachtreten. Denn diese eigentlich Respekt verdienende Entscheidung ist mit einigen ärgerlichen Begleitumständen verbunden – abgesehen davon, wie kurz der Weg von „abstrusen“ Vorwürfen bis zu „gravierenden Fehlern“ letztendlich war.

Zunächst kann man sich darüber wundern, wofür man in Deutschland mit „summa cum laude“ die Doktorwürde bekommt. Da möchte man gar nicht drüber nachdenken, welchen Aufwand manch andere für ihren „Dr.“ vor dem Namen getrieben haben.

Aber im Fall des KT, wie Freunde Karl-Theodor zu Guttenberg nennen dürfen, kommen noch zwei andere Dinge dazu.

Erstens hat er sich bei denen entschuldigt, die er in der Fußnoten-Affäre „verletzt“ hat, also nicht bei mir. Denn ich bin nicht verletzt. Ich wäre verletzt, wenn er seine 425-Seiten-Arbeit nach mir geworfen und mich getroffen hätte. Ich bin erstaunt, enttäuscht, verärgert und fühle mich ein Stück weit verarscht. Auch den Autoren, bei denen sich Guttenberg under cover bedient hat, dürften andere Gedanken durch den Kopf gehen als ausgerechnet: „Oh, jetzt fühle ich mich aber verletzt!“

Und zweitens hat er seinen Dr.-Verzicht mit einer Medienschelte verbunden. Das ist anscheinend so etwas wie die Übersprungshandlung jener Leute, die sonst an keinem Mikrofon oder keiner Kamera vorbeigehen können. Seine Fußnoten hätten die Nation bewegt, während gleichzeitig drei gefallene Soldaten in Afghanistan zur Randnotiz verkommen seien, hat der KT gesagt.

Drei Soldaten gefallen? Taurig, aber was dachten die? Dass Afghanistan ein Computerspiel ist, bei dem sie mehrere Leben haben? Vielleicht hat Guttenberg ja noch weitere „Breaking News“ auf Lager: „Im Winter ist es kalt!“, „Nachts ist es dunkel!!“, „Krokodile sind grün und gefräßig!!!“ Zum Glück setzen nicht Verteidigungsminister oder sonstige Objekte der Berichterstattung die Themen.

Meinetwegen kann er Verteidigungsminister bleiben. Das kriegt er hin, wie andere vor ihm auch schon: Jung, Scharping, Strauß. Aber für Höheres fehlt ihm vorerst die geistige und charakterliche Reife. Und bei mir ist er seit gestern ohnehin unten durch.

P.S.: Am 1. März ist unser kraftvoller Herzblut-Verteidigungsminister ja dann doch zurückgetreten. Dabei konnte er es erneut nicht unterlassen, seine Copy-Paste-Affäre mit toten Bundeswehrsoldaten zu vergleichen. Die Verkehrstoten, Hungertoten, AIDS-Toten und sonstigen Toten des gleichen Zeitraums waren ihm dagegen keine Zeile wert. Die Lebendigen, die kopfschüttelnd dieses unwürdige Ereignis mit ansehen mussten, ebensowenig. Das ist beschämend für die deutsche Politik. Und es macht mich wütend.

Blitzschlag verhindert Heiratsantrag – für immer

In den USA ist eine Frau bei einer Wanderung mit ihrem Freund vom Blitz erschlagen worden. Die beiden waren in den Appalachen im Bundesstaat North Carolina unterwegs. Kurz bevor der Freund zu seinem Heiratsantrag ansetzen konnte, schlug ein Blitz ein. Der 30-Jährige zog sich Verbrennungen dritten Grades zu, seine 25-jährige Freundin war dagegen sofort tot. Ihre letzten Worte: „Schau, wie schön es hier ist.“ – Mehr hier.

Kröten töten – was’n Spaß!

In Deutschland werden Kröten in Eimerchen über die Straße getragen, damit sie nicht überfahren werden – Australien will jetzt einen ganz anderen Weg gehen. Dort terrorisiert nämlich die einst als Schädlingsbekämpfer eingesetzte giftige Aga-Kröte die heimische Tierwelt. Da die Kröten in Australien keine natürlichen Feinde haben, ist ihre Zahl geradezu explodiert. Jetzt sollen Touristen helfen, sie einzusammeln. Anschließend werden die Kröten dann tiefgefroren, was bekanntlich tödlich ist, und zu Dünger weiterverarbeitet. – Mehr hier.

Bestechung geht schief – Klage

Kriminellenehre ist auch nicht mehr das, was sie mal war. In Kambodscha hat ein Staatsangestellter einen Angestellten des Innenministeriums bestochen, immerhin mit 30.000 Dollar, aber trotzdem nicht den versprochenen Job bekommen. Daraufhin klagte er vor Gericht, der Geldempfänger wurde wegen Korruption angeklagt. Der Schmierer selbst muss wohl nicht mit einer Klage rechnen. – Mehr hier.

Toter Vogel

Das wurde aber auch Zeit: Nachdem man ihn bereits seit 25 Jahren nicht mehr gesichtet hatte, wurde der Delacour-Zwergtaucher (Tachybaptus rufolavatus) jetzt für tot erklärt. Immerhin wurde er von einigen Vogelkundlern auch nach dieser langen Zeit noch vermisst. Der Delacour-Zwergtaucher war ein auf Madagaskar heimischer Lappentaucher. Jetzt nicht mehr. – Mehr hier. Ach ja, und so ähnlich hat er mal ausgesehen.

„Die werden mich doch nicht erschießen?“ – Peng!

In Brasilien ist ein Mann von der Polizei erschossen worden, der mit einer Bohrmaschine auf seinem Balkon gearbeitet hatte. Ein vorbeikommendes Polizeikommando, das auf der Suche nach Drogenhändlern war, hielt die Bohrmaschine für eine Waffe. Dem Mann, übrigens Filialleiter eines Supermarkts in Rio de Janeiro, scheint aber etwas geschwant zu haben. Angeblich waren seine letzten Worte, die er zu seiner hinter der Balkontür stehenden Frau sagte: „Das wäre komisch, wenn sie dächten, dass ich mit einer Waffe hantieren würde.“ – Mehr hier.

Kohlenmonoxid ist doch kein Kindergeburtstag!

Bei einem Kindergeburtstag in Schwieberdingen in Baden-Württemberg hat ein Familienvater um ein Haar die gesamte Mespoke umgebracht. Weil die Heizung kaputt war, heizte er einen Holzkohlegrill an und stellte ihn in die Wohnung. Kurze Zeit später klagten sechs Kinder, darunter seine 10-jährige Tochter, und die Ehefrau über Atemnot und Schwindelgefühle. Grund war Kohlenmonoxid, das bei glühenden Kohlen entsteht. – Mehr hier.

Erlkönig sorgt für Bombenalarm

Ein BMW-Erlkönig hat in New York Bombenalarm ausgelöst. Das auffällig beklebte Fahrzeug parkte mit laufendem Motor in der Nähe des Central Parks, während der Fahrer auf dem Rasen eine Pause machte. Eine selten dämliche Passantin alarmierte selten dämliche Polizisten, die die Scheiben des Wagens einschlugen. Es ist aber auch wirklich böse-böse, den Motor beim Parken einfach weiterlaufen zu lassen. – Mehr hier.

Alles ein Sumpf

Drei Südkoreaner auf ihrer Reise mit dem Auto durch Australien. Sie können kein englisch. Gut, können die Australier auch nicht. Aber dann wird die Reise immer beschwerlicher: die Männer müssen Gitter öffnen und Felsbrocken aus dem Weg räumen, um weiterfahren zu können. Schließlich bleiben sie mit ihrem Wagen in einem Sumpf stecken und müssen sich zu Fuß weiterkämpfen. Ein Forstarbeiter führt sie schließlich in die Zivilisation zurück. Was war geschehen: die traditionell technikverliebten Koreaner hatten einfach blind ihrem Navigationsgerät vertraut. – Mehr hier.